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Rugby-WM 2011
08.10.2011
Das Endspiel um den 7. Rugby World Cup steigt am Sonntag, den 23. Oktober 2011, in Auckland/Neuseeland. Anpfiff ist 21 Uhr Ortszeit.

Welche Teams sich im Endspiel gegenüberstehen werden, steht erst nach den Halbfinals am 15. bzw. 16 Oktober fest.

Die reguläre Spielzeit des Rugby-WM-Finals beträgt 80 Minuten. Steht es danach unentschieden, folgt eine Verlängerung von zunächst zwei Mal zehn Minuten und gegebenenfalls eine weitere zehnminütige Verlängerung mit Sudden Death. Ist nach 110 Minuten Spielzeit noch kein Weltmeister gefunden, entscheidet ein Dropkick-Schießen.











Sport

Das Finale der Rugby-WM 2011

Auch wenn Rugby in Deutschland als eher exotisch gilt und keinesfalls die Popularität von Handball, Basketball oder gar König Fußball erreicht - der Rugby World Cup 2011 gilt als eines der absolut herausragenden Sportereignisse dieses Jahres. Ob in Argentinien oder Südafrika, Australien oder Japan, Frankreich oder England: Die Rugby-WM und vor allem ihr Endspiel ziehen Abermillionen von Fans und Zuschauern rund um den Globus in ihren Bann.

Sechs Wochen bis zum Finale

Das Endspiel um den 7. Rugby World Cup steigt am Sonntag, den 23. Oktober 2011, in Auckland/Neuseeland. Anpfiff ist 21 Uhr Ortszeit, was 10 Uhr deutscher Zeit entspricht. Dann stehen sich die beiden besten und letzten Mannschaften des Turniers mit anfangs insgesamt 20 teilnehmenden Teams aus aller Welt gegenüber. Seit dem Eröffnungsspiel Neuseeland gegen Tonga (41:10) am 9. September wird es dann genau sechs Wochen gedauert haben, die beiden Finalteilnehmer zu ermitteln - deutlich länger als beispielsweise bei einer Fußball-Weltmeisterschaft.

Austragungsort des Finales ist der Eden Park in Auckland. Das Stadion in Neuseelands größter Stadt wurde extra für die WM auf 60.000 Plätze aufgestockt. Bereits 1987 war der Eden Park Schauplatz eines WM-Finales, beim allerersten Rugby World Cup überhaupt. Gastgeber Neuseeland bezwang damals, vor knapp einem Vierteljahrhundert, Frankreich mit 29:9. Und selbstverständlich hoffen die "Black Stars"darauf, diesen Triumph bei der Rugby-WM 2011 wiederholen zu können. Es wäre höchste Zeit, denn der Titel 1987 ist Neuseelands erster und bislang einziger WM-Titel im Rugby.

Zahlreiche Favoriten auf Rugby-WM-Titel

Auch wenn Neuseeland - nicht zuletzt wegen des Heimvorteils - derzeit als größter Favorit für die Endspielteilnahme und den WM-Titel gehandelt wird: Es gibt eine ganze Reihen von Teams, denen zugetraut werden muss, 2011 Rugby-Weltmeister zu werden. Welche Teams sich im Endspiel gegenüberstehen werden, steht erst nach den Halbfinals am 15. bzw. 16 Oktober fest. Gute Chancen werden neben Gastgeber Neuseeland auch Titelverteidiger Südafrika, Australien und England eingeräumt. Die Südafrikaner könnten ebenso wie die Australier ihren dritten Weltmeistertitel erringen, England wie Neuseeland seinen zweiten.

Gute Außenseiterchancen werden vor allem Frankreich zugeschrieben. Zwar konnten die Franzosen noch keinen der bisherigen sechs Rugby World Cups gewinnen, doch erreichten sie als einziges Team zuletzt vier Mal in Folge wenigstens das Halbfinale und standen 1999 im Endspiel. Auch der letztmalige WM-Dritte Argentinien hofft auf eine Endspielteilnahme.

Dagegen gelten Schottland und Wales sowie die pazifischen Teams aus Samoa und Tonga als Mannschaften, für die spätestens im Viertelfinale Schluss sein sollte. Rugby-Exoten wie Japan, Russland, Rumänien oder die USA durften bereits nach der Vorrunde die Koffer packen. Deutschland war nicht einmal qualifiziert.

Rugby-WM-Finale 2011: Entscheidung notfalls per Dropkick

Die reguläre Spielzeit des Rugby-WM-Finals beträgt 80 Minuten. Steht es danach unentschieden, folgt eine Verlängerung von zunächst zwei Mal zehn Minuten und gegebenenfalls eine weitere zehnminütige Verlängerung mit Sudden Death. Ist nach 110 Minuten Spielzeit noch kein Weltmeister gefunden, entscheidet ein Dropkick-Schießen.

Dass es beim Finale des 7. Rugby World Cups am 23. Oktober in die Verlängerung geht, ist übrigens keineswegs sehr unwahrscheinlich: Bei zwei von bislang sechs Endspielen stand der Weltmeister erst nach Overtime fest: 1995 rang Südafrika die Neuseeländer nieder, 2003 gewann England schließlich gegen Australien.

Finale der Rugby-WM im TV

In Deutschland wird das Finale des Rugby World Cup nicht im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt. Sport1 plus bietet kostenpflichtiges Pay-per-View im TV und per Internet-Livestream an.